In meinem letzten Beitrag habe ich davon berichtet, wie der orale Biofilm die Atemwege beeinflussen kann.
Wissen Sie noch, was der orale Biofilm ist? Eine mikroskopisch kleine, aber trotzdem riesige, durchorganisierte Bakterienmetropole, die am liebsten dort an Ihren Zähnen wächst, wo sie es ungestört tun kann. Über die Atmung verteilen sich diese Bakterien und ihre Bestandteile dann gerne auf die Lunge. Aber darauf beschränken sie sich nicht – leider! Zahnarzt Bertram in Leer nennt die Zusammenhänge zwischen Bakterien aus dem Mund und Alzheimer.

Der Biofilm am Zahnfleischrand bewirkt eine Entzündungsreaktion des Zahnfleisches. Das Zahnfleisch schwillt an und die Blutgefäße werden weiter – daher das berühmte Zahnfleischbluten. Bei Rauchern kommt das Bluten übrigens weniger oder gar nicht vor. Trotzdem ist das Zahnfleisch in Mitleidenschaft gezogen, sogar meist mehr als bei Nichtrauchern.

Bakterien gelangen über das Zahnfleisch in die Blutbahn

Aber zurück zum Thema. Dadurch, dass gerade am Rand des Biofilms die Blutgefäße weit werden und das Gewebe anschwillt, haben die Bakterien aus dem Biofilm die Möglichkeit, sich über das Blut im ganzen Körper zu verteilen – sogar im Gehirn.
Man kann also sagen, dass Bakterien vom Zahnbelag über das Zahnfleisch ins Blut und über das Blut ins Gehirn gelangen.

Neue Studien haben gezeigt, dass Bestandteile von Bakterien – und sogar komplette Bakterien – im Gehirn von Alzheimerpatienten vorhanden sind. Das bedeutet, dass diese Bakterien zerstörende Prozesse im Gehirn anregen und aufrecht erhalten, die zu einer Abnahme der Hirnfunktion führen.

Pflegebedürftige Menschen brauchen eine besondere Prophylaxe

Leider haben Alzheimerkranke auch durch ihre Erkrankung weniger Möglichkeiten, ihrer Mundhygiene nachzukommen. Dadurch entsteht ein Teufelskreis.

Darum empfehlen wir eine zweigleisige Herangehensweise: Selbstschutz und Schutz Ihrer Angehörigen. Wenn Sie Angehörige haben, denen die Mundhygiene schwerfällt und bei denen eine neurodegenerative Krankheit festgestellt wurde, dann unterstützen Sie diese Menschen beim Zahnarztbesuch. So können wir durch eine individuelle abgestimmte Prophylaxe das Risiko für Zahnfleischentzündungen senken.

Nutzen Sie die Möglichkeit der individuellen Prophylaxe auch für sich selbst, um den Risikofaktor Zahnfleischentzündung zu minimieren. So lassen sich gesundheitliche Schäden durch den Besuch bei Ihrer Dentalhygienikerin vermeiden – und genau das ist es, was wir für Sie und Ihre Familie wollen: dass Sie gesund bleiben!

++ Wichtige Informationen zu Ihrem Termin ++

Liebe Patientinnen und Patienten,

die aktuelle Situation erfordert von uns allen besondere Vorsicht. Gemeinsam müssen wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen. Nur so lässt sich eine Überbelastung der Krankenhäuser vermeiden.

Die Praxis bleibt für Notfälle geöffnet

Wir haben uns dazu entschlossen, die Praxis weiterhin zu öffnen. Denn für uns steht fest: Wir lassen Sie mit Zahnproblemen nicht alleine!

Dafür sind wir bestens ausgerüstet: mit genügend Desinfektionsmitteln, Handschuhen und Mundschutz. Unsere Behandlungszimmer sind steril und bieten die optimale Hygiene für Ihre Behandlungen.

Allerdings werden wir uns auf notwendige Behandlungen beschränken. Bitte haben Sie Verständnis für mögliche Terminverschiebungen und kurzfristige Absagen.

Ein paar Verhaltensregeln für Ihren Besuch

  • Halten Sie sich bitte an die Empfehlungen des RKI (Robert-Koch-Institut)
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn sie Kontakt zu Menschen aus Risikogebieten hatten oder vor Ort waren
  • Wenn möglich, kommen Sie bitte ohne Begleitung in unsere Praxis
  • Bei Anzeichen einer möglichen Infektion (Fieber, Atemnot, Halsschmerzen, Husten) bleiben Sie bitte zu Hause und verständigen Sie Ihren Hausarzt.

Panik und Angst sind sicher die schlechtesten Ratgeber in dieser Zeit. Wir versuchen, besonnen und verantwortungsvoll zu handeln. Aus Respekt und Schutz vor Ihrer und unserer Gesundheit.

Bitte passen Sie auf sich auf.

Ihr Team der Zahnarztpraxis Bertram

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