13.13 Sitzt Du viel vor dem PC – im Büro, beim Lernen oder vielleicht auch beim Gaming?
Dann kennst Du das wahrscheinlich: Die Augen werden schwer, hinter den Augen baut sich Druck auf und manchmal wirkt das Bild plötzlich etwas verschwommen.
Viele lassen das zuerst beim Augenarzt abklären – und das ist auch genau richtig. Aber manchmal kommt dabei einfach heraus: Mit den Augen selbst ist eigentlich alles in Ordnung.
Und genau an diesem Punkt wird es interessant.
Denn der Auslöser kann manchmal an einer Stelle liegen, an die man zuerst gar nicht denkt: beim Kiefer.
Der Kopf ist ein ziemlich eng vernetztes System aus Muskeln, Nerven und Gefäßen. Die Kaumuskulatur liegt dabei überraschend nah an Strukturen, die auch die Augenregion betreffen. Deshalb diskutieren Fachleute schon länger, ob Spannungen im Kieferbereich bei manchen Menschen mit Beschwerden rund um die Augen zusammen auftreten können.
Wichtig dabei: Es geht nicht um eine klare Ursache, sondern um mögliche Zusammenhänge in einem komplexen Zusammenspiel im Körper.
Wenn mehrere Beschwerden gleichzeitig auftreten
In der Praxis fällt manchmal auf, dass Augenbeschwerden gemeinsam mit anderen Symptomen auftreten können. Zum Beispiel dann, wenn
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Sehbeschwerden zusammen mit Kopf- oder Gesichtsschmerzen auftreten
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ein Druckgefühl rund um die Augen beschrieben wird
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Beschwerden nach längerer Bildschirmarbeit oder in Stressphasen zunehmen
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gleichzeitig Auffälligkeiten im Kieferbereich bestehen, etwa Knacken oder Verspannungen
Solche Beobachtungen ersetzen keine Diagnose, können aber ein Anlass sein, das Kausystem funktionell mit zu betrachten.
Ein genauer Blick auf das Kausystem
Um funktionelle Aspekte des Kiefers besser einschätzen zu können, nutzen wir in unserer Praxis verschiedene diagnostische Verfahren. Dazu gehören unter anderem:
Elektronische Funktionsanalyse (z. B. T-Scan)
zur Darstellung von Kontaktverhältnissen und Belastungsverteilungen beim Zusammenbiss.
Axiographie
zur Analyse von Bewegungsabläufen der Kiefergelenke.
Diese Untersuchungen helfen dabei, mögliche funktionelle Auffälligkeiten sichtbar zu machen und einzuordnen. Ob sie im individuellen Fall eine Rolle für Beschwerden im Augenbereich spielen, lässt sich nur im persönlichen Kontext beurteilen.
Welche Rolle eine Funktionsschiene spielen kann
Wenn funktionelle Belastungen im Kieferbereich festgestellt werden, kann eine individuell angepasste Funktionsschiene in Betracht gezogen werden. In unserer Praxis bezeichnen wir diesen Ansatz auch als „Kieferharmonie-Therapie“ – einen praxisinternen Begriff für eine funktionelle Schienentherapie.
Die in unserem hauseigenen Labor gefertigte MAC-OS-Schiene ist darauf ausgelegt, das Kausystem zu stabilisieren und muskuläre Spannungen im Kieferbereich zu reduzieren. Ob und in welchem Umfang sich dadurch auch Beschwerden in anderen Körperbereichen verändern, ist individuell unterschiedlich und von vielen Faktoren abhängig.
Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen
Bei Beschwerden im Augenbereich ist eine augenärztliche Untersuchung besonders wichtig. Wenn erforderlich, arbeiten wir interdisziplinär mit Augenärztinnen und Augenärzten oder weiteren Fachrichtungen zusammen, um mögliche Ursachen umfassend zu betrachten.
Ein Gedanke zum Abschluss
Der menschliche Körper funktioniert als Zusammenspiel vieler Systeme. Manchmal lohnt es sich daher, auch weniger offensichtliche Zusammenhänge mitzudenken. Eine funktionelle Betrachtung des Kiefers kann in bestimmten Fällen ein zusätzlicher Baustein sein – ersetzt jedoch keine medizinische Abklärung anderer Ursachen.
Hinweise
Diese Darstellung dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Untersuchung, Diagnose oder Therapieplanung. Medizinische Entscheidungen erfolgen ausschließlich nach persönlicher Untersuchung.
„Kieferharmonie-Therapie“ ist ein praxisinterner Begriff für eine funktionelle Schienentherapie. Der Behandlungserfolg kann individuell variieren.
Dieser Beitrag wurde unter Nutzung von KI erstellt und von den fachlich zuständigen Mitgliedern des Teams der Zahnarztpraxis Bertram inhaltlich geprüft und freigegeben.